Verschiedene Potenzmittel
Impotenz
Erektile Dysfunktion (ED) ist eine Sexualstörung bei der der Mann in der Mehrzahl der Fälle keine befriedigende Erektion bekommen oder halten kann. Eine Potenzstörung hält meistens eine längere Zeit an und hat körperliche oder psychische Ursachen. Es kann auch vorkommen, dass die Ursache eine Kombination aus beiden Faktoren ist. Erektile Dysfunktion ist manchmal ein Vorbote von ernsten Erkrankungen und sollte deshalb immer sofort von einem Arzt untersucht werden. Anhand der Ursachen kann man dann die richtige Behandlung wählen. ED kann mit Potenzmitteln wie Viagra oder Levitra behandelt werden. Falls das Problem psychischer Natur ist kann auch eine Psychotherapie sehr hilfreich sein. Ein frühzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist auch eine häufig vorkommende Sexualstörung. Ein Mann der an frühzeitigem Samenerguss leidet kann aufgrund seiner fehlenden Orgasmus Kontrolle, seine Ejakulation nicht kontrollieren und kann meistens seine Partnerin zu keinem Orgasmus bringen. Psychotherapie, verschiedene Techniken und das Medikament Priligy sind hier Behandlungsmöglichkeiten. Beide Probleme betreffen ungefähr 25-40% aller Männer im sexuell aktiven Alter. Übergewicht, Rauchen, Alkohol- oder Drogen können diese Probleme verursachen oder wesentlich verschlechtern. Psychische Ursachen wie Stress oder Depressionen sind ein häufiger Auslöser für ED und Ejaculatio praecox.
Wie funktioniert Viagra?
Viagra beinhaltet den Wirkstoff Sildenafil und zählt mit Levitra zu der Phosphodiesterase-5 (PDE-5)-Hemmer-Gruppe. Das Medikament funktioniert indem sie die Blutgefäße im Penis erweitert. Bei einer Erregung wird der Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt im Blut freigesetzt. NO aktiviert einen zweiten Botenstoff: cGMP. Dieser Stoff entspannt die Muskeln im Glied, die Gefäße werden erweitert und somit wird der Bluteinstrom der zu einer Erektion führt ermöglicht. Die PDE-5 Enzyme sorgen dann dafür, dass die Erektion wieder abgebaut wird, um das Glied vor Gewebeschäden zu schützen die durch eine Dauererektion verursacht werden könnten. Viagra und Levitra hemmen die Funktion von den PDE-5 Enzymen und verlängern somit die Erektion. Wenn jedoch keine Erregung vorhanden ist, wird auch kein Stickstoffmonoxid freigesetzt und Potenzmittel können das Problem nicht beheben. Eine fehlende Libido kann ein Zeichen von niedrigem Testosteronwerten oder psychischen Problemen wie zum Beispiel Stress oder Depression sein. Viagra und Levitra dürfen nicht von Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen genommen werden und auch nicht mit gewissen Speisen, wie zum Beispiel Grapefruit kombiniert werden. Grapefruit verstärkt nämlich die Wirkung von den Potenzmittel und kann somit stärkere Nebenwirkungen verursachen. Obwohl Viagra gut vertragen wird, kommen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Magen- und Muskelschmerzen manchmal vor. Falls die gewünschte Wirkung mit Viagra ausbleibt sollte man keine zweite Tablette nehmen, sondern es mit seinem Arzt besprechen. Es kann sein, dass ein anderes Potenzmittel wie Levitra besser geeignet ist für diese Person.
Was genau ist Priligy?
Priligy ist das erste Medikament zur Behandlung von frühzeitigem Samenergusses. Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Dapoxetin und wird von der Firma Janssen-Cilag hergestellt. Seit 2009 ist das Medikament auch in Deutschland erhältlich. Der Zeitpunkt der Ejakulation wird durch das Hormon Serotonin beeinflusst. Der Botenstoff spielt dabei eine zentrale Rolle. Priligy ist ein Selektiver-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). Das heißt er blockiert kurzfristig dieses Hormon und verzögert somit die Ejakulation des Mannes. Die Tabletten werden ein bis drei Stunden vor dem Sex eingenommen und die Wirkung hält dann einige Stunden an. Anders wie bei Viagra, hat Priligy nichts mit dem PDE-5 Enzymen zu tun. Menschen mit Kreislaufproblemen dürfen Priligy nicht nehmen, da es den Blutdruck senkt und somit einen Kollaps hervorrufen kann. Das Medikament darf nicht mit stimmungsaufhellenden Substanzen die sich auf den Serotoninspiegel auswirken, kombiniert werden. SSRI, MAO-Hemmer oder ähnlichen Medikamente sind nicht erlaubt. Das Arzneimittel darf deshalb auch nicht mit Alkohol oder Drogen gemischt werden. Hier könnte es ebenfalls zu schweren Wechselwirkungen kommen. Alternative Methoden zu Priligy sind die Squeeze und Stopp-Start-Methoden. Bei der Squeeze-Methode quetscht der Mann kurz sein Glied, wenn die Erregung zu intensiv wird. Die Stopp-Start-Methode funktioniert in einer ähnlichen Weise: Der Mann hört mit dem Geschlechtsverkehr kurz auf, wenn die Erregung zu stark wird und fängt etwas später wieder erneuert an. Priligy wird in der Regel gut vertragen, kann aber sehr häufig Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen.