Potenzpillen und Frauen
Potenzstörungen bei Frauen
Laut einer amerikanischen Studie leiden schätzungsweise ungefähr 40 Prozent aller Frauen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren an Sexualstörungen. Das bedeutet, dass fast jede zweite Frau schon einmal Potenzprobleme hatte. Die häufigsten Probleme sind Libido-Verlust, Orgasmus Störungen, Trockenheit und Schmerzen beim Sex. Insbesondere Libido-Probleme treten in letzter Zeit sehr häufig auf. Zu oft werden diese Probleme von Frauen verschwiegen, ignoriert oder sogar einfach toleriert. Wenn eine Frau einen kompletten Libido Verlust hat, bezeichnet man sie im Volksmund als „frigide“. Somit bleiben viele Leidende unbehandelt. Früher konnte man gegen dieses Problem nicht viel unternehmen. Sexuelle Störungen bei Frauen sind immer noch wesentlich weniger gut erforscht als die bei Männern und werden oft nicht von Ärzten ernst genommen. Leider wird immer noch oft jüngeren Frauen einfach gesagt „sich beim Sex zu entspannen“ und älteren, dass dieses Problem altersbedingt ist. Schade eigentlich, da weibliche Potenzprobleme oft körperliche Ursachen haben und in den meisten Fällen behandelbar sind. In den Vereinigten Staaten gibt es inzwischen schon eine Reihe von erwiesenen Diagnosen- und Therapien für weibliche Sexualprobleme. Es wurde zum Beispiel eine Potenzpille für Frauen, die ähnlich wie Viagra oder Cialis für Männer wirkt, entwickelt. In Deutschland sind diese Therapien noch relativ neu und sind noch nicht sehr weit verbreitet. Diese neuen Methoden können Frauen wieder zu einem normalen Sexualleben verhelfen und ihre Lebensqualität steigern. Man sollte diese Methoden auf jeden Fall nützen und das Problem nicht hinauszögern. Abgesehen von den negativen Auswirkungen auf die Frau und ihre Partnerschaft, kann Lustlosigkeit auch ein Vorbote von ernsten, gefährlichen Erkrankungen sein.
Ursachen von weiblichen Potenzproblemen
Fehlendes Gleichgewicht der Hormone
Weibliche Potenzprobleme können körperliche so wie psychische Gründe haben. Der häufigste körperlich-bedingte Grund für Libido-Verlust ist männlicher Hormonmangel. Androgene, die männlichen Hormone sind für die Libido des Mannes und der Frau sehr wichtig. Sind sie nicht ausreichend vorhanden, kommt es zu einer Libido-Minderung. Am häufigsten haben Frauen in ihren Wechseljahren mit ihrer Libido Probleme, da in der Zeit die Produktion von den männlichen Hormonen meistens geringer wird. Falls dieses Problem besteht, kann man es mit Hormontherapie wieder in Gleichgewicht bringen. Dies wirkt besser als eine Potenzpille wie Viagra oder Cialis als Frau zu nehmen.
Organische Störungen
Probleme mit der Libido müssen aber nicht immer hormonell sein. Es können auch organische Gründe hinter einem verminderten Lustempfinden liegen. Die Gründe können vielfältig sein. Sexualstörrungen können die Ergebnisse eines operativen Eingriffes in der Beckengegend sein. Manchmal kann nach einer Geburt, wo Komplikationen einen chirurgischen Eingriff nötig gemacht haben, einen Libido Schaden verursachen. Andere organische Ursachen von weiblichen Sexualproblemen können hoher Blutdruck, Diabetes, Schilddrüsenstörungen und Stoffwechselerkrankungen sein. Hier ist die Behandlung mit einer Potenzpille meistens sehr erfolgreich.
Psychische Ursachen
Genau wie bei Männern, können Frauen wegen psychischen Problemen Lustlosigkeit verspüren. Die häufigsten psychischen Ursachen sind Stress und Depression. Manche Frauen fühlen sich beim Geschlechtsverkehr unter Druck oder haben Ängste in Bezug auf ihre körperliche Mangel. Diese Ängste wirken sich negativ auf die Libido aus. Meditation, Sport und andere Aktivitäten die Stress reduzieren können bei diesem Problem sehr hilfreich sein. Bei Depression ist es manchmal besser keine Potenzpillen zu nehmen, sondern zu einem Psychiater zu gehen. Somit kann Lustlosigkeit an der Quelle geheilt werden, durch Psychotherapie und/oder Antidepressiva. Eigentlich sollten alle Behandlungen von weiblichen Sexual Störungen körperliche und seelische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
Medikamente
Besonders wenn die Ursache des Problems körperlich ist, kann eine Potenzpille sehr hilfreich sein. Eine Potenzpille für Frauen funktioniert ähnlich wie Viagra oder Cialis für Männer. Sie erweitert die Blutgefäße und verbessert die Durchblutung der erogenen Zone. Man sollte jedoch vorsichtig sein, da die Potenzpille nicht für jede Frau geeignet ist. Am besten man unterhält sich mit einem Arzt oder Ärztin und lässt sich vollständig untersuchen. Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen zum Beispiel sollten keine Potenzpillen nehmen, da diese den Blutdruck gefährlich senken können und einen Kollaps verursachen können. Manche Medikamente wie zum Beispiel Antidepressiva können auch Wechselwirkungen verursachen. Es wird auch stark davon abgeraten Alkohol zu trinken, da dies auch ein Einfluss auf die Wirkung der Pillen habe kann. Ein erfülltes Liebesleben ist zentraler Bestandteil einer glücklichen Partnerschaft und Sexual Probleme sollten deshalb ernst genommen werden.