Pflanzliche Potenzmittel
Was ist Erektile Dysfunktion?
Erektile Dysfunktion (ED) ist eine häufig vorkommende Sexualstörung. Es wird geschätzt, dass 40% aller Männer über 40 Probleme mit ihrer Potenz haben, aber auch jüngere Männer sind betroffen. Laut Studien haben ungefähr 20% aller Männer unter 40 Erektionsprobleme. Noch bis vor kurzem konnten Betroffene nicht viel bei ihrem Problem unternehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) bezeichnet ED als ein Sexualproblem das mindestens sechs Monate dauert, wobei mehr als 70% der Versuche, einen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos sind. Kurzfristige Erektionsprobleme durch Alkoholkonsum werden in der Regel von Ärzten nicht als erektile Dysfunktion (ED) bezeichnet. Potenzprobleme gibt es in vielen verschiedenen Formen. Nach Impotenz ist frühzeitiger Samenerguss das am zweit häufigsten auftretende Sexualproblem. Am besten ist es einen Hausarzt oder Urologen aufzusuchen und sich vollständig untersuchen zu lassen, wenn man Erektionsprobleme hat, da Impotenz ein Vorbote von lebensbedrohlichen Krankheiten und Gesundheitszuständen sein kann, wie zum Beispiel Herzschaden.
Was sind Potenzpillen?
Es gibt inzwischen viele verschiedene Mittel zur Potenzsteigerung mit denen man Erektionsprobleme behandeln kann. Die Firma Pfizer wollte in den späten Achtzigern ein Medikament zur Senkung von hohem Blutdruck erfinden. Bei den klinischen Tests hat sich dann ergeben, dass das Medikament zwar zur Behandlung von Bluthochdruck ungeeignet war, aber sehr interessante Nebenwirkungen hatte. Einige der Beteiligten waren so von der Wirkung begeistert, dass sie nach Ende der Studie mit den Tabletten nicht aufhören wollten! Potenzpillen wie zum Beispiel Viagra, Levitra oder Cialis gehören zu der PDE-5-Hemmer-Gruppe. Ein erregter Mann setzt Stickstoffmonoxid (NO) frei das den Botenstoff cGMP aktiviert. Dieser Stoff entspannt die Muskelzellen, erweitert somit die Blutgefäße und erlaubt eine Erektion. Danach sorgt das Enzym PDE-5 dafür, dass das cGMP wieder abgebaut wird, damit es nicht zu Gewebeschäden kommt, durch eine zu lange Erektion. Viagra, Cialis und Levitra funktionieren alle in dem sie dieses Enzym kurzfristig blockieren und somit die Erektion verlängern und verstärken. Diese Potenzpillen muss man meistens ein bis zwei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr einnehmen und die Wirkung hält einige Stunden an, abhängig von der Tablette. Cialis zum Beispiel hat eine viel längere Wirkungszeit als Viagra und Levitra.
Was für Alternativen gibt es zur Behandlung von Impotenz?
Erektile Dysfunktion kann auch anderes behandelt werden, als mit Potenzpillen. Es hilft, wenn man die Ursache des Potenzproblems kennt. Impotenz kann körperliche und psychische Ursachen haben. Besonders bei jüngeren Männern sind Potenzprobleme sehr oft psychischer Natur. Bei psychischen Problemen kann zum Beispiel durch Psychotherapie und Sport die Angst oder eine Depression genommen werden. Man kann auch Omega-3 Fischöl Tabletten nehmen, zur Unterstützung der Gehirnfunktionen. Erektionsprobleme werden sehr oft durch eine ungesunde Lebensweise verursacht. Dies kann man meistens ganz natürlich, ohne Potenzpillen beheben. Alkohol, Rauchen, Drogen, Sportmangel und ungesundes Essen sind alles Ursachen für zu hohen Blutdruck, der eine Erektion erschwert. Eine einfache Umstellung auf eine gesündere Lebensweise mit mehr Sport und gesundem Essen (und Abstinenz von ungesunden Gewohnheiten wie Rauschmittel und Zigaretten) kann in vielen Impotenz komplett heilen.
Maca
Es gibt auch natürliche Potenzmittel, wie zum Beispiel die Wurzel der Bergpflanze Maca. Die Macapflanze ist sehr beliebt in Latein Amerika, da die Macawurzel ein altes Wundermittel zur Potenzsteigerung. Die Pflanze regt die Spermienproduktion an und ist in den USA ein sehr bekanntes Alternativ-Mittel zu Viagra. Die Wurzel stärkt den Organismus und das Immunsystem, verleiht dem Körper wichtige Nährstoffe und unterstützt ihn gerade in Stresszuständen. Die Macawurzel steigert das Wohlbefinden, steigert die Konzentration und baut Stress und Anspannung ab. Maca hat eine aphrodisische Wirkung, die die Libido des Mannes steigert. Viagra hingegen kann die Libido eines Mannes nicht wirklich steigern. Wenn keine Erregung besteht, können auch chemische Potenzpillen Potenzsteigerung nicht erzielen.
Catuaba
Ein weiteres pflanzliches Potenzmittel, dass zur Behandlung von Impotenz gut geeignet ist, ist Catuaba. Dieser Stoff ist bei den Regenwaldbewohnern in Muira sehr beliebt. Er regt das zentrale Nervensystem an und steigert somit die Potenz. Erektionsprobleme verschwinden kurzfristig. Das Mittel wirkt auch sehr gut gegen Nervosität und Unruhe, aber leider wurde diese Pflanze noch nicht sehr viel in Zusammenhang mit Potenzstörrungen untersucht.
Sibirischer Ginseng
Sibirischer Ginseng ist eine Pflanze die die Fähigkeit mit Stress und hoher körperlicher Belastung umzugehen erhöht. Die Pflanze wird zur Leistungssteigerung angewandt. Es entspannt den Körper und lässt somit den Blutdruck fallen. Die Pflanze verhilft zu einer allgemeinen Verbesserung des Gesundheitszustandes. Somit kann sie für viele Zwecke angewandt werden und eben auch zur Potenzsteigerung.