Die Potenzpille Cialis (Tadalafil)
Einleitung
Tadalafil, ebenfalls unter dem Handelsnamen Cialis bekannt, ist ein PDE-5-Hemmer (oder PDE-5-Inhibitor) und wird zur Behandlung von Potenzproblemen (erektiler Dysfunktion) mit organischer, psychischer oder kombinierter Ursache verwendet. Physiologische Ursachen treten am häufigsten bei Männern über 50 Jahren auf (zB. Bluthochdruck oder Arterienverkalkung), psychische Ursachen bei Männern unter 35 Jahren (zB. beruflicher Stress oder angespannte familiäre Situation). Cialis ist ein Produkt der Firma Lilly und ist in Dosierungen von 10mg und 20mg erhältlich.
Die Einnahme von diesem Medikament hat eine stärkere und länger anhaltende Erektion zur Folge. Die Wirkung von Cialis setzt nach ungefähr 30 bis 60 Minuten ein und bleibt ca. 24 bis 36 Stunden erhalten. Aufgrund dieser langen Wirkungsdauer ist Cialis im Volksmund als Wochenendpille bekannt. Abhängig von der Konstitution des Mannes sind mehrfache Erektionen während dieser Zeit möglich.
Unterschiede zu Viagra und Levitra
Tadalafil unterscheidet sich in einigen Punkten von den Wirkstoffen Sildenafil (Handelsname Viagra, von Pfizer) und Vardenafil (Handelsname Levitra, von Bayer). Sildenafil und Vardenafil sind aber genauso wie Tadafil PDE-5-Hemmer. Cialis ist im Gegensatz zu dem Wirkstoff in Viagra nicht so hochkonzentriert. Was die Wirkungsdauer betrifft, ist Tadalafil mit, wie eingangs bereits erwähnt 24 bis 36 Stunden, den beiden Wirkstoffen der Konkurrenz (ca. 3 bis 5 Stunden) deutlich überlegen. Einzig bei Tadalafil hat die gleichzeite Einnahme von Mahlzeiten keinen Einfluss auf die Wirkung. Vardenafil, der jüngste der drei PDE-5-Inhibitoren, konnte in Forschungsreihen eine leicht bessere Verträglichkeit unter Beweis stellen.
Was sind Potenzmittel nicht?
Cialis ist genausowenig wie Viagra oder Levitra ein Medikament, das stimulierend oder luststeigernd wirkt. Eine Erektion kann ohne, dass ein Mann sexuell erregt ist, nicht hervor gerufen werden.
Cialis in Spam-Mails
Die Handelsmarke Cialis wird sehr häufig in unerwünschten E-Mails (sogenannten Spam-Mails) beworben. Dabei handelt es sich nicht selten um billige aber gefälschte Nachahmepräparate (Generika) mit anderen Wirkstoffen und unvorhersehbaren Wirkungsweisen, was mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein kann.